Fakt ist, dass die AfD die Wahlsiegerin in Sachsen-Anhalt ist.
Mit 43,8 Prozent hat sie ihr Ergebnis im Vergleich zu 2021 mehr als verdoppelt. Der Wahlerfolg des gesichert rechtsextremen Landesverbands der AfD besorgt mich zutiefst. Unerheblich in welcher Konstellation, die Regierungsbildung wird herausfordernd werden.
Alle anderen Parteien müssen aus diesem politischen Beben Konsequenzen ziehen und Selbstkritik betreiben. Das Wahlergebnis muss ein Weckruf an die demokratischen Parteien sein, die Probleme und Herausforderungen unserer Zeit ehrlich und ernsthaft anzugehen und gemeinsam zu handeln. Die Menschen wollen sehen, dass wir Probleme lösen und ehrlich sagen, was geht und nicht nicht geht. Die demokratischen Parteien müssen sowohl Politik für diejenigen Menschen machen, die sich aus Enttäuschung der AfD zugewandt haben, als auch für alle diejenigen, die demokratische Parteien gewählt haben und sich aktuell Sorgen machen, wie es weitergeht in ihrem Bundesland. Dabei geht es nicht nur um besser erklären, sondern gemeinsam die Herausforderungen besser anzupacken und zu lösen.
Auf jeden Fall möchte ich auch den Grünen in Sachsen-Anhalt ganz herzlich zum Wiedereinzug in den Landtag gratulieren. Dieser war nicht selbstverständlich, wenn man die Umfragen der letzten Wochen und Monate verfolgt hat. Nach einem unglaublich engagierten Wahlkampf, in dem die Grünen mit ihrer Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz an unzähligen Haustüren geklingelt haben und überall präsent waren, konnten sie ihr Ergebnis jedoch sogar um drei Prozentpunkte gegenüber 2021 auf 8,9 Prozent verbessern.
Wir treten an, diese Demokratie mit allem, was wir haben, zu verteidigen. Unterstützen werden wir alle, die durch die AfD und ihr Umfeld bedroht sind.