Thekla Walker MdL zu Besuch an der ORS in Holzgerlingen

Bundesweiter EU-Schulprojekttag: Thekla Walker MdL zu Besuch an der ORS in Holzgerlingen

Walker appelliert: „Vorsprung durch Werte – Nur mit einem geeinten Europa können Herausforderungen der nächsten 10 Jahre bewältigt werden!“

Im Rahmen des EU-Schulprojekttages besuchte die Grünen Landtagsabgeordnete Thekla Walker die Otto-Rommel-Realschule in Holzgerlingen. Herr Metzger, Schulleiter der ORS, hatte ein beachtliches Programm auf die Beine gestellt. Gestartet wurde mit einem Vortrag von Kapitänleutnant Siegmann zum Thema Europa, weltweite Fluchtursachen sowie Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Im Anschluss bot sich den Schüler*innen die Möglichkeit mit der Grünen Landtagsabgeordneten Walker, Bürgermeister Delakos sowie Kapitänleutnant Siegmann aktuelle Fragen der Europapolitik zu diskutieren.

Ganz unvorbereitet waren die Schüler aus Klassenstufe 9 und 10 der ORS nicht. Ein Teil von ihnen hatte bereits im vergangenen Jahr mit Austauschschüler*innen aus dem Kosovo das EU-Parlament in Straßburg besucht. Dort wurde im Rahmen von Workshops gemeinsam nach Lösungen zu Problemen wie Cyberkriminalität oder Mobbing gesucht. In kürze werden Schüler aus Holzgerlingen die Partnerschule, das Gymnasium „Kuvendi i Junikut“ in Junik im Kosovo besuchen. Walker zeigte sich beeindruckt: „Meist gehen Austausche ja in Länder, die zu den Fremdsprachenprofilen der Schulen passen oder wirtschaftlich interessante Märkte darstellen wie China. Hier aber geht es darum, über Besuche in einem EU-Anwärterland die Bindung an Europa frühzeitig zu intensivieren und Vorurteile abzubauen. Das finde ich eine super Initiative!“

In der von Herrn Metzger moderierten Diskussion wurden Themen wie Frontex, der allgegenwärtige Brexit, eine gemeinsame Europaarmee oder der Umgang mit Flüchtlingen beleuchtet. Von besonderer Bedeutung war für die Grünen Abgeordnete Walker das Thema Seenotrettung. „Das im vergangenen Jahr wieder mehr als 2000 Menschen im Mittelmeer ertrinken mussten ist ein Armutszeugnis für die EU und wiederspricht jeglichen humanitären Wertevorstellungen“. Natürlich bedarf es einer Kontrolle der EU-Außengrenze. Es werde aber nie gelingen, eine Mauer durchs Mittelmeer zu ziehen. Daher bedürfe es legaler Fluchtwege. Bis diese implementiert seien, müsse unter allen Umständen Seenotrettung erfolgen.

Im weiteren Verlauf des Meinungsaustausches wurde für die Schüler*innen deutlich, dass Entscheidungen auf europäischer Ebene auf alle Ebenen der Politik in Deutschland Einfluss nehmen. Sei es bei den Kommunen im Bereich der Flüchtlingsunterbringung oder des Breitbandausbaus oder auf Landesebene auf dem Gebiet des Klimaschutzes und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Zum Abschluss gab es für die Diskussionsteilnehmer*innen die Möglichkeit eines kurzen Resümees. „Ich denke, die Diskussion hat gezeigt, wie wichtig Europa für uns alle ist“, so Walker. Nur in einem geeinten Europa könnten der Schutz der EU-Außengrenze, die Zukunft der Landwirtschaft und die Ziele beim Klimaschutz erreicht werden. Es gelte, ein starkes Gegengewicht zu Amerika, Russland oder China zu bilden. „Gerade beim Klimaschutz sind die nächsten 10 Jahre die entscheidenden“, so Walker weiter. „Wenn uns hier keine Einigkeit gelingt, rauben wir euch und euren Kindern die Lebensgrundlage. Deshalb informiert euch über Parteien und ihre Programme und macht von eurem Wahlrecht am 26.05. Gebrauch!“

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